Out of office – at work. A spatial trilogy

Installation | Mixed Media | 2018


Eine Zusammenarbeit mit Olivia Hegetschweiler, entstanden im Rahmen des ARTsakh Fest 2018. Die ortsspezifische Installation befindet sich in drei nebeneinander gelegenen kleinen Räumen im 1. Stock des ehemaligen Theaters von Stepanakert (Artsakh)

Im Detail:

«Out of office – at work. A spatial trilogy» ist im Rahmen des ARTsakh Fest 2018 entstanden. Die ortsspezifische Installation befindet sich in drei nebeneinander gelegenen kleinen Räumen im 1. Stock des ehemaligen Theaters von Stepanakert (Artsakh) Für die Umsetzung dieser Arbeit wurden im Theater vorgefundene Objekte und Materialien verwendet. Auf Streifzügen durch die Stadt erstanden die Kunstschaffenden zudem diverse Alltagsgegenstände, die sie verarbeiteten.

Eine der Türen ist abgeschlossen. Besteigen die Besuchenden die Leiter, so erhalten sie einen Einblick durch das Oberfenster der Türe. Zu sehen ist ein Tisch mit Computer, Drucker und Zubehör. Das Setting macht den Anschein, eine verlassene Arbeitssituation zu sein. Die Besuchenden erfahren ein Stück konservierte Zeit im Raum. Die Zeit scheint still zu stehen.

Der mittlere Raum wird über eine Fussmatte betreten. Dieser Raum zeigt die Spuren und das Ergebnis einer mehrstündigen Putzarbeit der Kunstschaffenden. Das Putzen wird Teil des künstlerischen Schaffens und wichtiger Aspekt des Prozesses. Im gereinigten Raum sind die benutzen Arbeitswerkzeuge- und Materialien an der Wand installiert. Die geputzten Fensterscheiben laden die Besuchenden ein, durch das Fenster nach draussen zu schauen und zu beobachten: der Hinterhof, das Nachbarhaus, dessen Dach gerade repariert wird und darüber hinaus ein Ausblick in die Weite auf die Umgebung von Stepanakert. Ein gegenwärtiger Blick auf die hiesige Realität. Künstlicher Raumduft unterstreicht die Situation.

Aus dem verdunkelten Raum sind undefinierte Radiolaute zu hören. Dabei handelt es sich um einen unsauber eingestellten Radiosender. Die Besuchenden können sich auf den Hocker setzen. In das originale Bühnenmodell des Theaters wird ein Bild projiziert. Die Projektion zeigt die Erdkugel, welche jedoch nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar ist. Dieses Setting lädt zum Nachdenken, in sich Gehen und Visionen Spinnen ein.