darüber hinaus

Co-Kuration | Künstlerhaus S11 Solothurn | 2016

Gisela Stöckli/ Martina Maurer, Sara&Natascha mit Benjamin Furrer und Alain Meyer. 21. Oktober – 20. November 2016. darüber hinaus zeigt künstlerisches Arbeiten, welches sich mit gegebenen Situationen und gesellschaftlichen Phänomenen, kurz uns alltäglich Umgebendes auseinandersetzt. Es sind Projekte, die nicht in sich geschlossen bleiben, sondern verschiedenste Menschen miteinbeziehen und Diskussionsräume öffnen. Das Künstlerhaus S11 wird bespielt von den beiden Kollaborationen von Gisela Stöckli/Martina Maurer und Sara&Natascha mit Benjamin Furrer und Alain Meyer. Das Verbindende dieser künstlerischen Positionen liegt in der prozesshaften Arbeitsweise, der Haltung zu Umgang mit Wissen sowie dem Interesse an lebensnahen Themen.

Im Detail:

Gisela Stöckli (*1984) und Martina Maurer (*1989), Bern
Die Kunst– und Kulturschaffenden Gisela Stöckli (*1984) und Martina Maurer (*1989), beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen Gegebenheiten und alltäglichen Situationen – sei es indem sie sich mit der Identitätssuche des jungen Staates Kosovo, dem Vorstellungsraum der Anwohnern geplanter Asylzentren oder mit der Tierpopulation auf einem Verkehrsei in Ottenburg auseinandersetzen. Ihre Arbeiten sind prozesshaft, basieren meist auf zeitintensiven Recherchen und dem spielerischen Umgang damit. Sie begeben sich an einen Ort, suchen auf visueller Ebene, sprechen mit den Menschen und verarbeiten ihre Überlegungen. Dabei liegt ihr Interesse in der Transformation der gesammelten Erfahrungen in eine künstlerische Arbeit, die sich durch eine Mischung aus naiver Neugierde und fundiertem Hintergrundwissen auszeichnet. Fotografie, Video, Audio, Zeichnung und Text sind zentrale Medien, welche die beiden Kunstschaffenden in ihren Projekten einsetzen.

Sara Grütter (*1989) und Natascha Nüesch (*1989), Basel
Für Sara Grütter (*1989) und Natascha Nüesch (*1989), die unter anderem seit 2012 als Sara&Natascha künstlerisch tätig sind, spielen ihr unmittelbarer Lebensraum und die Aneignung von neuen Erkenntnissen und Wissen eine zentrale Rolle. Mit ihren raumspezifischen Installationen im Ausstellungs- sowie im öffentlichen Raum erkunden sie die Schnittstelle von Kunst und Alltag. So geht es zum Beispiel um die Frage nach dem Erhalt von Lebens- und Freiräumen, die Ausweitung und den Transfer von Kunsträumen sowie um den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und die Lebensmittelproduktion. Seit 2015 sind Sara Grütter und Natascha Nüesch zudem Teil des KünstlerInnen–KuratorInnenkollektiv Dr. Kuckucks Labrador.
Im S11 werden Sara&Natascha eine Arbeit zeigen, welche sie zusammen mit Benjamin Furrer (Student am Schweizerischen Literaturinstitut) und Alain Meyer (Künstler und Musiker) entwickeln. Im Januar 2016 sind die vier gemeinsam in einem 40-jährigen Lada 2106 von Georgien in die Schweiz gefahren. Gesammelte Materialien und Eindrücke aus der Vorbereitungszeit in Georgien und der Reise dienen als Grundsteine der Arbeit. Saraundnatascha.ch