Hotz.Hofer

Co-Kuration | Künstlerhaus S11 Solothurn | 5.-21. Mai 2017

Die Ausstellung ‹Hotz.Hofer› zeigt Arbeiten von Katrin Hotz und Andreas Hofer. Die Beiden reagieren malerisch und installativ auf die Räume des Künstlerhauses S11. Dabei verwenden die Kunstschaffenden Farbe als formbares Material, wobei deren Arbeiten gleichzeitig einen grenzauflösenden Umgang mit der Fläche und der räumlichen Struktur aufweisen.

Im Detail:

Katrin Hotz (*1976 in Glarus, lebt und arbeitet in Biel/Bienne)
Die in Biel/Bienne lebende Kunstschaffende Katrin Hotz spürt in ihrer Malerei der Räumlichkeit in der Malerei, dem Übergang vom Flächigen ins Dreidimensionale nach. Dem geht sie auch in ihren aktuellen Arbeitsserien mit den Titeln tache und enough, bei denen Papier mit Farbe manipuliert wird, nach. Dabei spielt der mehrschichtige Arbeitsprozess eine wichtige Rolle – Farbe auf dünnes Papier schütten und durch Bewegung verteilen, den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören erkennen, bevor das Papier durch die Feuchtigkeit und das Gewicht der Farbe reisst sowie das Trocknen lassen. Immer wieder sind Anfangs- und Endpunkte der verschiedenen Arbeitsschritte durch das Material und dessen Eigenheiten und Reaktionen gegeben. Zur Verwendung kommen Papiere mit einer Qualität, die eigentlich nicht gemacht ist für die kräftigen und grosszügigen Farbaufträge. Durch das teilweise Zerknüllen des Papiers oder Aufeinanderlegen im noch feuchtem Zustand ergeben sich bei der einen Arbeitsserie verschiedene Geflechte, Verklebungen und Verletzungen, die dann schlussendlich zu einer dreidimensionalen Landschaft installiert werden. Der Arbeitsprozess schreibt sich bei Katrin Hotz Arbeiten immer auch ins Werk mit ein und die gezielte Einflussnahme in einen Prozess wird mit dem Zufall kombiniert. Katrin Hotz ist Hauptpreisträgerin des Prix Anderfuhren 2017. http://www.katrinhotz.net

Andreas Hofer (*1956 in Trimbach SO, lebt in Bremgarten AG)
In Andreas Hofers künstlerischer Arbeit gelangen die unterschiedlichsten Medien zur Anwendung. Seine letztjährige Retrospektive im Kunsthaus Grenchen zeigte, dass er sich neben Malerei und Installation auch mit Video, Animation und Sound auseinandersetzt. Der Mensch im Raum und seiner Umwelt, der Dialog von dargestellter mit realer Räumlichkeit sowie ein immer wiederkehrender Fokus auf die Materialität spielen eine wichtige Rolle in Hofers Arbeiten. Auf die Räume des Künstlerhauses S11 reagiert er malerisch und installativ. Hier in Solothurn greift er Motive der Umgebung auf, transformiert und inszeniert sie neu im Raum. Das geschieht in Form einer spezifisch für den Ort konzipierten Videoinstallation sowie mit malerischen Arbeiten. Dabei spielt die Farbe eine zentrale Rolle, einerseits in ihrer Erscheinungs- und Wirkungsweise, andererseits aber auch als Material, das sich plastisch greifbar auf verschiedenen Trägern präsentiert. Andreas Hofer wurde 2017 für den Wettbewerb zum Kunst-am-Bau-Projekt des Neubaus des Solothurner Bürgerspitals eingeladen. http://www.andreashofer.ch